Fünf Jahre Soziale Gärtnerei: Bio-Zertifizierung als neuer Meilenstein

Kachel 5 Jahre Soziale Gärtnerei: Das Foto zeigt den Blick in ein Gewächshaus mit zahlreichenden Pflanzen.

Unsere Soziale Gärtnerei blickt auf fünf erfolgreiche Jahre zurück. Seit ihrer Gründung im Februar 2021 hat sie sich zu einem Ort entwickelt, an dem nachhaltiger Gemüseanbau, Qualifizierung und soziale Teilhabe Hand in Hand gehen. Mit der offiziellen Bio-Zertifizierung im Mai 2026 wurde nun ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht.

Auf dem Gelände am Hohwiesenweg 40 in Pforzheim werden Gemüse, Kräuter und Zierpflanzen angebaut. Gleichzeitig bietet die Soziale Gärtnerei langzeitarbeitslosen Menschen die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln, neue Fähigkeiten zu erlernen und eine verlässliche Tagesstruktur aufzubauen. „In der Sozialen Gärtnerei geht es um weit mehr als Pflanzen“, betont Astrid Heesch, Geschäftsführerin von Q-PRINTS&SERVICE. „Hier erleben Menschen Gemeinschaft, übernehmen Verantwortung und sehen ganz konkret, was sie mit ihrer Arbeit bewirken können. Die Arbeit in der Gärtnerei macht Fortschritte sichtbar und zeigt, dass Entwicklung Zeit braucht – bei Pflanzen ebenso wie bei Menschen.“

Lern-, Arbeits- und Begegnungsort

Heute stehen in der Sozialen Gärtnerei bis zu 18 Plätze für Teilnehmende im Rahmen einer vom Jobcenter Pforzheim geförderten Arbeitsgelegenheit (AGH) zur Verfügung. Diese Arbeitsgelegenheit ist ein wichtiger Bestandteil der Sozialen Gärtnerei, die sich in den vergangenen fünf Jahren stetig weiterentwickelt hat. Aus einem zunächst reinen AGH-Projekt ist ein vielseitiger Lern-, Arbeits- und Begegnungsort entstanden.

Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Anzucht und Pflege von Pflanzen, die Bewirtschaftung von Gewächshäusern und Freiflächen sowie die Ernte von Gemüse und Kräutern. Dabei entstehen nicht nur regionale Produkte, sondern auch wertvolle Lernerfahrungen. Die Teilnehmenden werden durch fachliche Anleitung und sozialpädagogische Begleitung unterstützt. Gemeinsam werden individuelle Ziele entwickelt, Herausforderungen im Alltag besprochen und Perspektiven für die Zeit nach der Arbeitsgelegenheit erarbeitet.

Nachhaltigkeit und Bio-Zertifizierung

Neben dem sozialen Auftrag spielt der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen eine wichtige Rolle. Die Gärtnerei entwickelt ihre Anbaumethoden kontinuierlich weiter und setzt verstärkt auf umweltschonende Verfahren.

Ein wichtiger Meilenstein wurde im Mai 2026 erreicht: Seitdem ist die Soziale Gärtnerei offiziell als Bio-Betrieb zertifiziert. Damit wird das Engagement für einen nachhaltigen und ressourcenschonenden Anbau nun auch offiziell bestätigt. Ein Teil des angebauten Gemüses wird in der Cantina im QuarZ Weststadt zu frischen Salaten und Hauptgerichten für den sozialen Mittagstisch verarbeitet. Darüber hinaus werden die Erzeugnisse regelmäßig an einem Gemüsestand auf Spendenbasis abgegeben.

Auch die Verbindung zur Stadtgesellschaft ist in den vergangenen Jahren gewachsen. Immer wieder besuchen Schulklassen, Kindergärten und andere Interessierte die Gärtnerei, um mehr über Pflanzen, Nachhaltigkeit und die Arbeit vor Ort zu erfahren. Erst vor wenigen Wochen waren rund 30 Kinder des Horts Buckenberg zu Gast. Bei einer Führung lernten sie die Gärtnerei kennen und konnten gemeinsam mit geförderten Mitarbeitenden eigene Blumentöpfe bepflanzen.

„Wenn wir auf die vergangenen fünf Jahre zurückblicken, sind wir stolz auf das, was gemeinsam entstanden ist“, so Heesch. „Die Soziale Gärtnerei zeigt jeden Tag, dass hier nicht nur Pflanzen wachsen, sondern auch Perspektiven.“

Weitere Informationen zur Sozialen Gärtnerei finden Interessierte hier: Gärtnerei – Q-PRINTS & SERVICE.